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Studentenleben

5.8.2005 - Blattkritik

Die August Ausgabe von Game Face: Kulturelle Zeitschrift für Games Entwicklung wird von einem roten Punkt mit gelber Schrift geziert, er verheißt: im neuen Design.

Nicht das ich das alte Design je wahrgenommen habe und angesichts des stolzen Preises von 4,50 Euro werde ich wohl kaum ein regelmäßiger Käufer des dünnen Heftes. Gerade mal 65 Seiten werden geboten, davon nur 43 mit redaktionellem Inhalt.

Aber zum Design: beginnen wir von außen nach innen mit der  Rückseite – Werbung und Front – Cover.

Das Cover verdient großes Lob, denn mit einem kontrastreichen schwarz-weiß Bild eines älteren Herrn hebt es sich drastisch ab von anderen Zeitschriften zu Spielen. Einzig die pixelige Schrift in blau und weiß erinnert an (historische) Computer, diese Schrift werden wir leider im Heftinneren wiederfinden...

Dort springt uns jedoch zuerst ein großer mit einer feinen grauen Linie umrandeter Textblock an ein breiter blauer Streifen am oberen Rand unterlegt zur Hälfte die Überschrift: Editorial. Innerhalb des Kastens, neben viel (zuviel) Text, ein Bild von Peter C. Krell. Dagegen ist nichts zu sagen, aber warum wird dieses schöne Konzept des großen breiten bunten Streifens am oberen Rand nicht weitergeführt? Über allen anderen Artikeln klebt nur ein kleines, schmales Farbfeld mit einer schüchternen Rubrikenbezeichnung. Wobei die Kategorien „Science, Event, Artists, Werkzeuge, Medien und Kolumnen alles andere als selbsterklärend sind. Aber gehen wir der Reihe nach weiter: das Inhaltsverzeichnis folgt, hier wird das blau aufgegriffen und beinahe seitenfüllend, Bilder haben einen bunten Rahmen, der der Farbe der zugehörigen Rubrik entspricht, soweit logisch klar und aufgeräumt. (Die Werbung auslassend gehe ich zum ersten Artikel der Titelgeschichte, dem Interview mit Pfeiffer.)

Auch das Interview ist klar gelayoutet, wenn auch der kleine Kasten mit der Rubrik überflüssig bleibt. Zwischen den Textblöcken genügend Platz ein großformatiges Foto auf der rechten, sehr ansehnlich (!), die folgende Doppelseite nur Text, aber dann auf der danach folgenden rechten Seite (Seite 13) ist ein Bild zu sehen, nicht nur dass es keinen sichtbaren Bezug zum Text hat, es stört das Auge, da es breiter als die Textblöcke ist. Um es kurz zu machen, es geht durch die Ausgabe genau so weiter: wo große halbseitige oder seitenfüllende Bilder – allerdings keines so schön mit weißem Rand wie auf Seite 9) sind sieht alles gut und schön aus, aber wo kleine Fotos oder Grafiken herum fliegen fühlt man sich gestört. (z.B. Seite 19, 27, 32...) Besonders hässlich wird es auf der Seite 23 hier wurde eine pixelige Grafik hinter den Text gelegt – sieht nach Schülerzeitung aus. Apropos pixelig: die seltsame Nerd-Schrift vom Titel taucht bei einigen (warum nicht bei allen?) Artikeln als Zwischen-Überschrift wieder auf. Überhaupt die Schrift, es gibt keine durchgehende Schriftgröße, gerade die kurzen Artikel sind unerträglich klein gedruckt.

Warum die Musikseite seltsam gelb hinterlegt wurde und um sämtliche Überschriften auf dieser Seite (56), aber nirgends sonst im Heft, Kästen mit Haltegriffen im Freehand-Stil gezogen wurden bleibt ebenso offen, wie die Frage warum an einigen Stellen Autoren mit Kürzeln an anderen gleich doppelt mit Namen gekennzeichnet wurden.

Die Seiten 1, 4,5 sowie 8 und 9 zeigen, dass die Game Face Crew es kann, hier ist eine gute Balance zwischen Inhalt und Layout, die breiten Rahmen heben ein Bild wie auf Seite 9 oder einen Text wie auf Seite 8 gut von der Werbung ab. Schade, dass dieses Layout nicht durchgehalten wurde.

Abschließend: man steht vor einem guten Anfang, dem ein wenig mehr – durchgängiges - Konzept geholfen hätte – es lohnt sich hier noch nachzubessern und mal einen Blick auf die Arbeit vom Gee Magazin zu werfen.

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Betrachtungen über das Studentenleben, Filme, Computerspiele und andere Dinge.

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